
Projekt des imap Instituts:
Projekt MENA: "Emerging Markets im Nahen Osten"
Das imap Institut führt ein laufendes Projekt zur MENA-Region (Middle East & North Africa) durch. Unter dem Titel „Emerging Markets im Nahen Osten“ werden die wachsenden Märkte ausgesuchter Länder im Nahen und Mittleren Osten analysiert. Dabei werden auch die sozialen, kulturellen und politischen Gegebenheiten miteinbezogen.
Das Projektteam unter Leitung von Frau Patricia Foertsch (Islamwissenschaftlerin M.A.) hat im Rahmen unserer Infomail Zusammenfassungen der Analysen veröffentlicht. Sie finden hier auch eine allgemeine Einführung und einen Überblick über die wirtschaftliche Situation in der Zielregion.
Zurzeit erarbeitet unsere Projektassistentin Frau Saloua Makhloufi eine aktuelle Version der gesamten MENA-Analyse, verueft um eine gezielte Analyse des tunesischen Marktes als einer der emerging markets in gesamt Afrika.
Aktueller Fokus
Schwellenland Tunesien — Zollunion mit der EU als nächster Schritt
Tunesien entwickelte sich in den letzten eineinhalb Jahrzehnten wirtschaft- und sozialpolitisch erfolgreich. Das Land hat sich in Afrika und im Maghreb als Schwellenland eine Spitzenposition erarbeitet.
Zollunion mit der EU als zentrale Aufgabe
Durch die Assoziation mit der EU will Tunesien in den Kreis der Industrieländer aufsteigen. Internationale Beobachter bescheinigen dem Land in den vergangenen 15 Jahren eine makroökonomische Erfolgspolitik mit Wachstumsraten von meist über 6,2%. Die Stärkung der Wettbewerbs- und Exportfähigkeit des Landes stellt im Hinblick auf die Verwirklichung der Zollunion mit der EU im Jahre 2008 eine zentrale Aufgabe dar.
Textilindustrie — von Quantität zu Qualität
Das Auslaufen des Welttextilabkommens seit Januar 2005 stellte Tunesien jedoch vor neue Herausforderungen. Um mit Billigherstellern wie China und Indien konkurrieren zu können, muss die Textilindustrie verstärkt auf Qualität, Design und Marketing setzen. Dazu wurde von der Regierung ein auch von den Gebern unterstütztes Industrialisierungs- und Erneuerungsprogramm aufgelegt.
Ein günstiger Standort für Investition
Das Investitionsklima in Tunesien ist gut, Investoren genießen zahlreiche Steueranreize und werden durch die tunesischen Behörden bei der Firmengründung unterstützt. Einfache Formalitäten bei der Firmen– Gründung. Befreiung von den Steuern für Exportgewinne während10 Jahren für Projekte im Landwirtschaftlichen Bereich. Hohe Prämien, die 15 bis 25% der Projektkosten in regionalen Förderzonen erreichen können. Investitionsfreiheit für Ausländer. Neben sehr Wettbewerbsfähigen Lohnkosten für die Produktion besonders Wettbewerbsfähig, außerdem die geographische Nähe zu Europa. Potenzielle Investoren in den Sektoren Elektrik, Elektronik, Kfz Zulieferindustrie, Textil, Leder, Agrar– Business, Pharma, Verpackung, Informationstechnologie und Tourismus.